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Folge 63 - Break the Game - Druckversion

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Folge 63 - Break the Game - Sven F. - 11-02-2018

Folge 63 - Break the Game

Slice the Pie, Slice the Arc, Slice the Game


RE: Folge 63 - Break the Game - Quirk - 11-02-2018

Hab noch nicht reingehört. Aber angesichts von Titel und Untertitel hole ich am besten erstmal Popcorn. Habt ihr auch Intent mit einbezogen? Big Grin


RE: Folge 63 - Break the Game - Sven F. - 11-02-2018

So schlimm ist es nicht Smile


RE: Folge 63 - Break the Game - SoEinBasti - 11-02-2018

Bin auch SEHR gespannt. Freu mich drauf


RE: Folge 63 - Break the Game - Sergej Faehrlich - 11-03-2018

Infinity Diskussionen bei uns drehen sich vorallem um die Regeln...das hängt sich natürlich immer an Spielsituationen auf, aber im Kern ist Infinity für uns eher ein regelzentriertes System.

Zum Einstieg war es tatsächlich so, dass ich die cineastischen Momente toll fand...mein Arzt rennt übers Feld und heilt den Held, der dann den Tag rettet. Ich empfand das im Verhältnis zu anderen Systemen sogar als noch intensiver, da man diese Momente eher herbeiführen konnte. Ich denke, dass ist auch der richtige Weg, um Leute an das System heranzuführen. Mit zunehmender Regelkompetenz wird sich das aber verschieben und ich glaube, man sollte Neueinsteiger da langsam ranführen, sonst wird die Komplexität schnell überfordernd. Man beschenidet sich sicher seine schöne Spielerfahrung, wenn man sich nur auf die Mechanik, die Regeln, die Punkte etc. konzentriert. ITS verleitet da auch ein wenig zu, von daher liegt diese Regelzentrierung aus meiner Sicht auch stark am gewählten Spielformat. Infinity kann aber sicher beides: Regeln und cineastische Momente. Letzteres muss man aber wollen.

Aber vielleicht soviel: ein "gutes" Spiel ist für mich immer noch, wenn man auf nen netten Gegner und mit zwei konkurrenzfähigen Armeen mit passendem Hintergrund auf einer passenden Platte spielen darf. Ich hab in Reutlingen mit meinen Yu Jing gegen Iisbaerchen und seine JSA gespielt...auf einem asiatischen Tisch. Alles auf schönem Niveau bemalt, viel Scatter, schöne Marker...sah alles richtig klasse aus...wenns dann in so nem Setting auch noch zu tollen "statistischen" Ereignissen kommt...der Hsien zum Beispiel alles überlebt, was der Gegner auf ihgn loslässt, die Keisotsus ein Modell im vorbeihuschen auf nen niedrigen Wert dann doch treffen, oder man mit den letzten Befehlen das Spiel gewinnen könnte, aber dann doch verliert...das sind so Spiele, die es für mich dann ausmachen. Da sind die Regeln dann im Nachhinein weniger interessant, als die Situationen, die sich durch sie ergeben haben. Sowas hat man aber leider nicht in jedem Spiel...da hilfts veielleicht, wenn man sich im Vorfeld zu ner ITS Mission irgendwas an Setting überlegt. Genau aus dem Grund mag ich auch die Dire Foes Missionen...die bringen das automatisch mit.

Ist ja auch langweilig, wenn der Rasail angesichts seiner statistsichen Möglichkeiten genau das tut, was man erwartet hat: dem Gegner in Runde 1 die Flanke kaputtschießen, oder? Wink


RE: Folge 63 - Break the Game - Zergash - 11-03-2018

Hmm.

Ich kann mich an eine Aussage von Ian erinnern, dass Intent nicht geregelt ist. Und die Spielprakische Ableitung der "nettiquette" Box weit über das hinaus geht was damit gemeint war. Leider war das ein Facebook post und nicht mehr auffindbar weil diese unsägliche Plattform alles verschluckt was irgendwie relevant sein könnte... Undecided

Wenn man die Box genau liest steht da folgendes:

"Gaming Etiquette
Checking all possible Lines of Fire for all figures and Markers on the table can be cumbersome. It is perfectly acceptable for a player to ask their opponent whether existing Lines of Fire could disrupt the declaration of a given Order before declaring it. Players are expected to share this Open Information in a truthful and sportsmanlike manner. Honesty and fair play are conducive to a better gaming atmosphere, and all players benefit from that."

Mit Fokus von mir -  Spielpraktisch bedeutet das - du solltest sagen wohin du willst und wir prüfen VORHER die LOF und dann nach deinem Order, nicht während jeden Schritt auf dem Weg deiner Order.

Ansonsten ist Slicing the Pie schon in den Regeln drinn:

Wenn wir mal Move anschauen:
http://infinitythewiki.com/en/Move

"MOVING AND MEASURING
You can measure immediately after declaring Move and before determining where the trooper ends his Movement.
The sequence of events would be: Move declaration, clarifying the direction and the intention of the trooper's final location, measuring, and declaration of the real movement's ending point."


Grundsätzlich problematisch ist jedoch die FAQ Regelung, und auf ein neues wartet man ja aktuell noch vergeblich. Soon ™... heißt es da nur im Warcor Forum.

Jedenfalls, Superjump ist ein sehr verbreiteter Skill! Und es geht ja nicht nur ums Jumpen, sondern um jegliche!!! erhöhte Position.
Das ist wieder so etwas an das sie nicht gedacht haben... 

Ich denke niemand will wirklich diese "harte" Intent Formulierung und ich kann da deinem Co-Sprecher nur Zustimmen, wenn er da die Segel streicht.
Es läuft ja auch niemand komplett 100% korrekt bei Infinity, und dann ankommen mit: "es exisiteren mathematisch perfekte Winkel für XY", da geht mir der Hut auf, wie man so schön sagt. Weil um die beanspruchen zu können muss man sich auch komplett immer ohne Fehler bewegen, und so Schäps wie die Püppis übers Feld geschubst! werden, finde ich das dann dreist.

Am liebsten wäre es mir, wenn man komplett ohne Intent spielt - aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Also: am Anfang sich anschauen wo die Leute hingucken, mit dem Spieler reden und dann das Modell übers Feld schupsen. Und wenn es am Ende dann eben nicht so weit steht wie geplant, muss man eben mit der Situation leben.

Links kriegt man auch so tot, es ist nur ein wenig schwerer ;-)


RE: Folge 63 - Break the Game - CapoPaint - 11-03-2018

Sehr interessante Folge und ich finde es gut, dass auch mal solche Themen besprochen werden.

Bei uns im Club, wo Infinity aktuell recht viel gespielt wird, aber nicht hauptsächlich und auch der Erfahrungsstand noch ausbaufähig ist, nehme ich die Diskussionen ums Spiel als Mittelding zwischen Spielmomenten und Regeldiskussionen wahr. Meistens geht es darum, wie man bestimmte Situationen hätte lösen können und wollen und was vielleicht dort sinniger gewesen wäre. Und das ist für mich auch ein ganz entscheidender Punkt bei Infinity:

Ich kann prinzipiell alles auf den Tisch stellen und bin dann auf meine Fähigkeiten und meinen Plan angewiesen. Wenn ich scheitere, dann meistens an mir selbst und mangelnder Problemlösungskompetenz. Hier gewinnt Infinity dann aber auch direkt ultimativ an Reiz, da ich mit jedem Spiel dazu lernen kann und immer wieder die Möglichkeit habe, eine Situation mit eigenen Mitteln zu lösen. Im Vergleich zu Warhammer 40.000, wo mein Gegner einpacken kann, wenn er nicht den ersten Zug gegen meine Beschussliste hat, oder eine ganze Fraktion keine Lösung auf bestimmte Einheiten finden kann, kann ich bei Infinity durch geschicktes Spiel mit einem Füsilier und etwas Glück im zweiten Zug noch das ganze Spiel drehen. Die Regeln lassen es zu, ich muss es dann nur richtig umsetzen.
Durch das vielfältige Gelände und den großen Einfluss des Tisches auf das eigene Spiel bleibt aber auch das cineastische Denken immer mit dabei. In den Regeldiskussionen kommt es dann vielleicht auch etwas auf die jeweiligen Charaktere an. Natürlich kann ich durch das ultimative Zusammenspiel von Regeln alles ausmaximieren, aber möchte das denn jeder? Insgesamt bringt es ja auch nicht sonderlich viel, da wir immer noch würfeln und es eh immer anders kommt, als man denkt, weshalb die letzten 20% der Performance eh nur selten zur Geltung kommen (um mal das Pareto-Prinzip mit einfließen zu lassen). Über bestimmte Einzelheiten tauscht man sich natürlich immer aus, um seinen Plan zu verbessern oder neue Möglichkeiten zu entdecken, aber in meinen Augen bleibt es immer Mittel zum Zweck, weshalb auch eben die Community nicht toxisch ist. Ich kann nur mit meinem Gegner zusammen lernen und mein Spiel verbesern.

So würde ich es auch Anfängern beibringen: Erst das Cineastische, dann das eigene Spiel, welches sich über die Basics (Modstacking etc.) entwickelt und dann immer mal wieder in neue besondere Ideen reinschaut. Also wahrscheinlich genau so, wie Sergej Faehrlich es in seinem Channel aufbaut und vermitelt.


RE: Folge 63 - Break the Game - Quirk - 11-03-2018

(11-03-2018, 03.11.2018)Zergash schrieb: Mit Fokus von mir -  Spielpraktisch bedeutet das - du solltest sagen wohin du willst und wir prüfen VORHER die LOF und dann nach deinem Order, nicht während jeden Schritt auf dem Weg deiner Order.

Du kennst die klassische Riposte auf dieses Argument. Und ich kenne die klassische Riposte auf die Riposte, die du dann wiederum anbringen müsstest. Und so weiter. Stellen wir uns vor, diese Diskussion hätte stattgefunden. Big Grin Danke für das konstruktive Gespräch, auf diesen Kompromiss kann ich mich einigen.


Weil aber vielleicht nicht jeder mitlesende diese Diskussion schonmal gelesen hat, folgt hier noch das Transskript:

Zergash: Man prüft LOF nur vorher und muss dann die Mini stellen und mit der Position leben.
Quirk: Aber wenn ich mir den Weg überlege, dann mit dem Mitspieler Millimeter für Millimeter die LOF kläre und sobald mir eine nicht gefällt die Bewegung bis einen Millimeter vorher ansage, ist das doch das gleiche wie Intent.
Zergash: Ja, aber das geht auf einem Turnier auf DEINE Zeit.
Quirk: Aber mein Anteil daran ist nur das Schieben und ich bin mir bei den meisten Millimetern sicher, dass durch das Bischen keine neue LOF entstanden ist. Wenn mein Gegner das für jeden mm neu checken will, ist das doch SEINE Entscheidung und gehört auf SEINE Zeit.
Zergash: Wir können froh sein, dass wir in einer Meta spielen, die A) überhaupt den Unterschied meine/deine Zeit kennt und B) gut miteinander umgeht, und sowas einfach von Spiel zu Spiel miteinander klärt, während wir auf was handfestes von CB warten.
Quirk: Danke für das konstruktive Gespräch, auf diesen Kompromiss kann ich mich einigen.


RE: Folge 63 - Break the Game - Zergash - 11-03-2018

hehe ja aber milimeter für milimeter gibt es ja gar kein weiteres messen - also WÄHREND du die Mini schiebst, gibt es kein LOF messen... das ist der kniff daran. Man misst vorher für LOF und nachher für AROs, anyhow. Ich will gar nicht gegen die Aktuelle Spielpraxis wettern, das ist irgendwo sinnlos - aber man muss halt bedenken dass es konsequenter Weise zu "Hard intent" führt, und diesen Unsinn - von einem Dach aus schieße ich dir in den Rücken, ohne dass du was dagegen machen kannst - außer ich bin innerhalb von 8" oder du hast SS lvl2 oder 360°...


RE: Folge 63 - Break the Game - Quirk - 11-03-2018

Wer seinen hard intent erzwingen will, schiebt schlauerweise deshalb auch nicht die Mini, sondern eine passende Silhouette.

Oh Moment: Darf man RAW eigentlich LOF zu einer irgendwo gestellten Silhouette checken, ohne dass eine zugehörige MIni da gerade durchläuft? Falls ja, geht es genau wie ich oben geschrieben habe. Aber falls nein wäre das ein harter Riegel gegen hard intent.