Folge 66 - Banhammer
#21
(12-02-2018, 02.12.2018)HarlequinOfDeath schrieb: Absatz gleich anderer Gedanke. Die Kleinigkeiten bezogen sich nicht auf Karolis, sondern auf die Dinge wie Getränke etc.

Achso. Ja ich habe auch Bauklötze gestarrt als ich die Essenspreise vom Con gesehen habe.
"Auf dem Grabstein des Kapitalismus, wird später stehen: Zuviel war nicht genug."
- Volker Pispers
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#22
Das ist keine leichtfertige Entscheidung und beruht auch nicht auf einem Einzelfall. Es ist eben heikel, weil ja blatante Betrügereien vermieden werden. Und das sehr geschickt. Deswegen ist es so schwer hier zu regulieren.

Wir loben unsere Community und freuen uns dass da immer so coole Leute sind.

Wie sollten die Orga unterstützen die schweren Herzens Maßnahmen ergreift damit das so bleibt.

Angst dass das jetzt umkippt und zur Regel wird habe ich nicht.
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#23
Puh, schweres Thema. Mit würde es glaube schwer fallen einen Spieler auszuschließen, wenn es kein offensichtliches Fehlverhalten wie Betrug ist.

Bin seit jahrzehnten Magicspieler und hab so manches Turnier in meiner Zeit mitgenommen, davon nicht jede Partie in guter Erinnerung. Klar gibt es freundliche und lockere Spieler und welche die die Sache verbissener sehen, die Frage ist aber wieso jemanden ausschließen anstatt ihm einfach mal zu sagen das er etwas entspannter sein soll. Ich würde vermutlich immer erst den Weg der Kommunikation gehen, ehe ich einen Spieler ausschließen würde.

Für alles was mir komisch vorkommt Ruf ich nach dem Judge beziehungsweise nach dem TO, dann kann man das gleich am Tisch lösen.

Zum Thema Essen für alle die nochmal nach Dreieich fahren wollen: 5-7 Minuten Fußweg auf der Einkaufstraße gibts, günstige Restaurants (Indisch, Chinese) und diverse Imbisse wo Currywurst, Pommes, Döner und co nur einen Bruchteil dessen kosten was auf der Con verlangt wird. Ich selbst bin in der Regel als RP-Spieler da und gehe dort seit Jahren auswärts Essen. Absolute Empfehlung Smile um das alles entspannter anzugehen, die Preise deses Mal waren wirklich happig.
"ARO pieces are like sex toys, anything can be one if you try hard enough."
- colbrook

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#24
(12-01-2018, 01.12.2018)Quirk schrieb: Ich hatte die Gelegenheit mir von Sathuli erzählen zu lassen, wie Karolis so tickt. Mit dem tourt er öfters mal auch zusammen durch Europa und spielt immer auf dessen Turnieren in Polen. Sathuli kennt ihn also sehr gut.

Seine Meinung zu dem Vorfall auf dem Mallorca-Satelite: "Alle reden davon, dass Karolis beschissen wurde. Aber ich habe mich direkt gefragt, was Karolis vorher alles für Karolis-Sachen gemacht haben muss, um seinen Gegner so weit zu treiben."

Nur kurz eine Frage dazu: Also wurde Karolis um den Sieg betrogen? Irgendwie hatte ich im Kopf, dass die Leute mir immer das anders herum erzählt haben. Wäre wieder mal so ein Fall von "Hörensagen", das die Tatsachen verdreht. Und interessanterweise ist Betrug im Tabletop etc. gar nicht so selten, wie man an jüngsten Bans bei 40K oder Magic sieht. Sad Da waren Leute sogar so dumm bei laufendem Stream zu betrügen.  

Deswegen finde ich auch so einen Ban im Nachgang schwierig, wenn man niemanden quasi auf frischer Tat ertappt. Wie bereits erwähnt, vertraue ich jedoch auf die Organisatoren.
Crit happens. Just play for the rule of cool.
Spiele alles von NOMADS + ALEPH + O-12 und natürlich ARISTEIA!
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#25
Der Unterschied bei sowas ist auch immer die Intention eines solchen Betrugs um vielleicht den Vergleich zu Magic zu ziehen. Hier geht es aber um horende Geldsummen, der Ansatz des Betruges ist also nochmal eine ganz andere Nummer als in unserem Hobby. Beim Tabletop gehen ja scheinbar viele zu einem solchen Turnier weil sie einfach Spaß haben wollen, nicht um 50.000 Dollar mit nach Hause zu nehmen wie im Beispiel eine MTG Pro Tour.

Auch sind mittelgroße Turniere (50-80 Mann) ganz anders datiert, wenn man ein Format wie Legacy spielt hab ich zu meiner aktiven Zeit 50 Euro Startgeld auf den Tisch gelegt und eine Aussicht auf 800-1200€ Kartenwert als Sieger. Der Anreiz sich einen illegalen Vorteil zu erschummeln, sei es aus der Situation heraus oder gar geplant ist nochmal ein viel höherer, wenn es um so etwas geht.

Da sehe ich im Vergleich überhaupt keinen Sinn bei einem Infinity Turnier zu betrügen, ich bringe mich um den Spaß und hinten raus kann ich vom Sieg wenig kaufen. Wenn die Preispools ein Anreiz sind, sollte man vielleicht ohne spielen Wink.

Um die Frage mal unerfahrener Spieler zu stellen: Bringt mir ein hohes T3/ITS Ranking irgendwas? Also außer jetzt mal ne Starterbox oder einen Holzbausatz mit heim zu nehmen?
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- colbrook

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#26
Ich wollte noch etwas zu den bisher hier weniger diskutierten Themen aus dem Podcast ergänzen:

Thema Powerlevel auf dem Turnier, bzw. Umgang mit Erfahrenen vs. unerfahrene Spieler und Frustprävention: 
Wir hatten in Hamburg mal eine Turnierreihe in der die Spieler in verschiedene Powerlevel eingeteilt wurden... z.b. bei 12 Spieler / 3 Spiele dann "Beginner", "Gelegenheitsspieler" & "Turnierspieler".
Jede Gruppe hatte nen eigenen Preispool und wenn ich mich recht erinnere konnte man sogar nach Spiel 2 in eine andere Gruppe auf oder absteigen. Man kann natürlich auch gröber oder feiner abstufen.
Die Gesamtplatzierung war dann am Ende nicht soo Aussagekräftig, aber insgesamt kamen dadurch immer gute Paarungen zustande und in jedem Bracket gibts ne Chance auf Preise. Die Einstufung durch die TO erfolgt anhand ITS, T3 oder sonstiger Kentniss der Spieler, bzw. Spieler selbsteinschätzung. Das nur als ein Beispiel wie man damit umgehen könnte. 


Ein anderes Thema bezüglich der toxischen Spieler: in den USA v.a. bei 40k Turnieren gibt es immer zu der Spielwertung noch eine "Sportmanship" Wertung in der sich die Spieler nach dem Spiel bewerten müssen. Anhand der Punkte kann die Turnierorga auch während eines laufenden Turniers gut Rückschlüsse auf Problemspieler führen und ggf. entsprechend reagieren, ohne ständig an allen Tischen präsent sein zu müssen. 
Möglicherweise bietet sich so etwas für größere Events auch auf deutschen Turnieren an? 


Allgemein bin ich aber wirklich sehr froh mit der Grundstimmung in der Infinity (Turnier)Szene und kann nur sagen dass es bei "uns" wirklich um längen angenehmer und entspannter zugeht als z.B. im 41 Jahrtausend wo ich selbst schon einige üble sachen erlebt, oder von Freunden mitbekommen habe.. Ich würde sagen gerade auf den großen events gibt es da beinahe schon eine art "grundtoxizität" Sad
Über Fragen, aus einer der vergangenen Folgen wie z.B. wie hart darf ich meine Liste bauen, hat mein gegenüber spass oder Spielmechaniken wie Slicen macht sich da nach meiner Erfahrung kaum einer gedanken.
JSA | YJ | ISS | IA | Aleph | ASS | Shasvastii
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#27
(12-03-2018, 03.12.2018)knuddeltrauma schrieb: Der Unterschied bei sowas ist auch immer die Intention eines solchen Betrugs um vielleicht den Vergleich zu Magic zu ziehen. Hier geht es aber um horende Geldsummen, der Ansatz des Betruges ist also nochmal eine ganz andere Nummer als in unserem Hobby. Beim Tabletop gehen ja scheinbar viele zu einem solchen Turnier weil sie einfach Spaß haben wollen, nicht um 50.000 Dollar mit nach Hause zu nehmen wie im Beispiel eine MTG Pro Tour.

Auch sind mittelgroße Turniere (50-80 Mann) ganz anders datiert, wenn man ein Format wie Legacy spielt hab ich zu meiner aktiven Zeit 50 Euro Startgeld auf den Tisch gelegt und eine Aussicht auf 800-1200€ Kartenwert als Sieger. Der Anreiz sich einen illegalen Vorteil zu erschummeln, sei es aus der Situation heraus oder gar geplant ist nochmal ein viel höherer, wenn es um so etwas geht.

Da sehe ich im Vergleich überhaupt keinen Sinn bei einem Infinity Turnier zu betrügen, ich bringe mich um den Spaß und hinten raus kann ich vom Sieg wenig kaufen. Wenn die Preispools ein Anreiz sind, sollte man vielleicht ohne spielen Wink.

Um die Frage mal unerfahrener Spieler zu stellen: Bringt mir ein hohes T3/ITS Ranking irgendwas? Also außer jetzt mal ne Starterbox oder einen Holzbausatz mit heim zu nehmen?

Betrug ist bei Infinity sicherlich möglich. Ein Beispiel hatte ich schon mal bei den Listen (nicht die LT Sache) erwähnt. Und es gibt immer Spieler, die sich an ihrem T3- oder ITS-Ranking aufhängen oder, dass sie in einem Spiel jemand anders abgezogen haben. Da muss nicht einmal Geld im Spiel sein. Sieht man auch genug bei Online-Spielen. Das es nicht so häufig in z. B. Tabletop- oder TCG-Spielen vorkommt, ist wohl, dass man hier dem Gegenüber in die Augen schauen muss und die Hemmschwelle höher ist für den toxischen Spieler. Ich kenne hier im Süden auch nur einen einzigen, der sich bei 9th Age und 40K auf bestimmten Turnieren aufgrund dessen nicht mehr blicken lassen braucht.
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#28
(12-04-2018, 04.12.2018)cru schrieb: Ich wollte noch etwas zu den bisher hier weniger diskutierten Themen aus dem Podcast ergänzen:

[...]

Ein anderes Thema bezüglich der toxischen Spieler: in den USA v.a. bei 40k Turnieren gibt es immer zu der Spielwertung noch eine "Sportmanship" Wertung in der sich die Spieler nach dem Spiel bewerten müssen. Anhand der Punkte kann die Turnierorga auch während eines laufenden Turniers gut Rückschlüsse auf Problemspieler führen und ggf. entsprechend reagieren, ohne ständig an allen Tischen präsent sein zu müssen. 
Möglicherweise bietet sich so etwas für größere Events auch auf deutschen Turnieren an?

[...]

Irgendwie wills mir nicht gefallen, dass man etwas bewertet, was eigentlich selbstverständlich ist. Bisher war es tatsächlich so, dass ich so ziemlich jedem Gegner die volle Punktzahl bei so einem Ranking hätte geben wollen. Im Endeffekt glaube ich, dass man dann eine gewaltige Menge an Erstplatzierten haben würde, und dann ein paar wenige Spieler "auf den Plätzen". Eigentlich ja schön, wenn man sowas über die Meta eines Systems sagen darf Smile . So wirkliche "Problemspieler" gibt es ja bis auf ein paar Einzelkandidaten nicht.
zu finden im Foxhound Esslingen

Yu Jing, Haqqislam, Aleph, Combined Army, FRRM, Ikari, Tohaa
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#29
(12-04-2018, 04.12.2018)Sergej Faehrlich schrieb:
(12-04-2018, 04.12.2018)cru schrieb: Ich wollte noch etwas zu den bisher hier weniger diskutierten Themen aus dem Podcast ergänzen:

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Ein anderes Thema bezüglich der toxischen Spieler: in den USA v.a. bei 40k Turnieren gibt es immer zu der Spielwertung noch eine "Sportmanship" Wertung in der sich die Spieler nach dem Spiel bewerten müssen. Anhand der Punkte kann die Turnierorga auch während eines laufenden Turniers gut Rückschlüsse auf Problemspieler führen und ggf. entsprechend reagieren, ohne ständig an allen Tischen präsent sein zu müssen. 
Möglicherweise bietet sich so etwas für größere Events auch auf deutschen Turnieren an?

[...]

Irgendwie wills mir nicht gefallen, dass man etwas bewertet, was eigentlich selbstverständlich ist. Bisher war es tatsächlich so, dass ich so ziemlich jedem Gegner die volle Punktzahl bei so einem Ranking hätte geben wollen. Im Endeffekt glaube ich, dass man dann eine gewaltige Menge an Erstplatzierten haben würde, und dann ein paar wenige Spieler "auf den Plätzen". Eigentlich ja schön, wenn man sowas über die Meta eines Systems sagen darf Smile . So wirkliche "Problemspieler" gibt es ja bis auf ein paar Einzelkandidaten nicht.

Dem kann ich nur zustimmen. Solch ein Award macht nur Sinn wenn das Kind schon im Brunnen ist. Wir sind zum Glück noch nicht an dem Punkt angelangt bzw. seeehr weit davon entfernt bei dem jeder Spieler mit seiner Liste und seinem Verhalten am Tisch versucht den Faktor "Glück/Zufall" so gering wie möglich zu halten und dabei den Beschiss bestenfalls nur zu touchieren. Seien es Mindgames, Listenbau, Ausnutzen von Regelunklarheiten oder sonstige Dinge die einen danach sagen lassen "das Spiel war jetzt nicht so dolle".
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#30
(12-04-2018, 04.12.2018)SoEinBasti schrieb:
(12-04-2018, 04.12.2018)Sergej Faehrlich schrieb:
(12-04-2018, 04.12.2018)cru schrieb: Ich wollte noch etwas zu den bisher hier weniger diskutierten Themen aus dem Podcast ergänzen:

[...]

Ein anderes Thema bezüglich der toxischen Spieler: in den USA v.a. bei 40k Turnieren gibt es immer zu der Spielwertung noch eine "Sportmanship" Wertung in der sich die Spieler nach dem Spiel bewerten müssen. Anhand der Punkte kann die Turnierorga auch während eines laufenden Turniers gut Rückschlüsse auf Problemspieler führen und ggf. entsprechend reagieren, ohne ständig an allen Tischen präsent sein zu müssen. 
Möglicherweise bietet sich so etwas für größere Events auch auf deutschen Turnieren an?

[...]

Irgendwie wills mir nicht gefallen, dass man etwas bewertet, was eigentlich selbstverständlich ist. Bisher war es tatsächlich so, dass ich so ziemlich jedem Gegner die volle Punktzahl bei so einem Ranking hätte geben wollen. Im Endeffekt glaube ich, dass man dann eine gewaltige Menge an Erstplatzierten haben würde, und dann ein paar wenige Spieler "auf den Plätzen". Eigentlich ja schön, wenn man sowas über die Meta eines Systems sagen darf Smile . So wirkliche "Problemspieler" gibt es ja bis auf ein paar Einzelkandidaten nicht.

Dem kann ich nur zustimmen. Solch ein Award macht nur Sinn wenn das Kind schon im Brunnen ist. Wir sind zum Glück noch nicht an dem Punkt angelangt bzw. seeehr weit davon entfernt bei dem jeder Spieler mit seiner Liste und seinem Verhalten am Tisch versucht den Faktor "Glück/Zufall" so gering wie möglich zu halten und dabei den Beschiss bestenfalls nur zu touchieren. Seien es Mindgames, Listenbau, Ausnutzen von Regelunklarheiten oder sonstige Dinge die einen danach sagen lassen "das Spiel war jetzt nicht so dolle".


Wie gesagt, auch nur der zarte Hinweis, dass so etwas existiert bzw. anderswo auch Anwendung findet (auch wenn ich es immer seltsam fand, dass die Punkte sogar in die Gesamtwertung des Turniers einfliessen).. 
Aber daher auch mein Nachsatz, dass es in unserer Community, nach dem was ich erlebe und auch von euch und anderen höre, zum glück sehr gesittet zugeht. 
Möglicherweise ist die aktuelle Debatte auf Grund des DM-Verlaufs gerade einfach etwas angeheizt.
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