Die Abenteuer von Isabelle und Margo - Storyreports von Lupus Libertinus
#1
Nicht auf unserem Mist gewachsen, der Lob und die Anerkennung hierfür müssen direkt an den Author gehen, wir bieten nur die Plattform:

http://g3h4.extraorbitant.de/2018/03/01/...ibertinus/


Hier findet Ihr die ersten 5 Folgen von Lupus Libertinus seinen Nomaden. Er verpackt seine Battlereports in geschichtliche ineinander greifende Episoden, viel spaß beim schmökern.


Da Wolf selbst im Forum und Online nicht so oft unterwegs ist, würde er sich bestimmt über Kommentare und Feedback unter seinen Geschichten freuen. Smile
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Meine Nomaden
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#2
Auch Wolf ist mit N4 wieder voll angefixt vom Spiel und daher geht es auch weiter mit Isabelles Geschichte.
Da der Blog aktuell weniger gepflegt wird, poste ich Sie direkt hier.

Isabelle’s Return

Grelles Licht... schon wieder grelles Licht! Ein Brennen in den Adern, diese Stille nach dem lauten Knall. Der Dakini neben ihr... so leblos war der Blick als die Flammen ihn umschlossen und die Wucht der Explosion seine Gliedmaßen von seinem Torso riss... die Schreie der Deva...Stille! Trommelfelle die reißen, nur noch ein leises Piepen, welches sich aufdringlich samt in den Hintergrund der Gedanken legt... die Schmerzen verschwinden, dann das Licht und dann... Stille...

Grelles Licht! Brennen in den Adern, die Schreie der Deva kurz vor ihrem Ableben und... Schmerzen! Der ganze Körper brennt, das Piepen kehrt zurück, der Dakini in den Flammen, es ist fast, als würden die letzten Momente rückwärts verlaufen und das Leben noch einmal an Ihr vorbeiziehen.

Das Leben! War es das überhaupt noch? Die zahllosen Körperwechsel, der blitzschnelle Transfer des Geistes über Raum, nicht Zeit an Orte die Fern und Nah zugleich, wichtig und dennoch bedeutungslos waren, sind und sein werden. Missionen, Ziele erreichen, der Kampf gegen den übermächtigen Feind, gegen die Feinde von innen um das Überleben der Menschheit und dazwischen? Geparkt in einer Matrix, ein Geist ohne Körper, mehrere, tausende... all diese Stimmen, sie sprechen wild durch einander und dennoch verstehst Du jedes einzelne Wort von Ihnen, Ihre Gedanken werden zu deinen Gedanken, Ihre Wünsche, Träume, Ängste... alle im Takt zur Hymne der einen, großen Maschine, deren endloser Code wie eine nimmer endende Operette im Hintergrund läuft...

Doch keine Hymne im Hintergrund, keine Stimmen, keine Körperlosigkeit. Nur Schmerzen und grelles Licht... langsam formen sich Linien in der grellen Einöde. Linien, Formen, ein Raum, wie ein dreidimensionaler Rahmen um die eigene Existenz. Unscharfe Schemen lösen sich von dem Hintergrund, ein Tisch, zwei Stühle, eine Maschine zur linken. Die eigenen Beine am Ende des Bettes. PIEPEN! Ein Geräusch von außerhalb. PIEP! Noch eins und noch eins. Ein Rhythmus wiederkehrender Pieptöne. Regelmäßig, ruhig ja fast schon beruhigend, wie ein... ein Pulsschlag! Mein Pulsschlag! Die Gedanken kehren zurück und verdrängen die Bilder rückwärts verlaufenden Lebens. Wo bin ich?

Der Raum wird klarer und schärfer. Vertäfelung an der Wand. Feines Holz, unterbrochen von Farblich gestalteten Paneelen. Eine versteckte Infotafel zeigt die Werte des eigenen Körpers. Blutdruck, CO2-Sättigung, Herzschlag,... menschliche Werte. Kopfschmerzen, die Anpassung an den Host,... moment! Keine Anpassungsinformationen, keine interne Statussonde, nur Kopfschmerzen. Myrmidonen und andere Phalanx-Mitglieder sind die einzigen Mitglieder der Verteidigungskräfte, deren Körper zwecks nachempfundener Menschlichkeit ohne eingepflanzte Selbstdiagnose ausgestattet werden. Warum ein derartiger Körper. Sie war Post-Human. Eine neue Generation Mensch, die nächste Evolutionsstufe, der Mensch 2.0 sozusagen. Frei von Zwängen gebundener Körperlichkeit und den daraus resultierenden Einschränkungen. Doch dies hier war alles Andere als ein LHost. Es war auch nicht der Körper eines Myrmidonen. Myrmidonen waren gezüchtete Superkrieger, Stark, Ausdauernd, Fit und kern gesund. Dieser Körper hier war, ist...

Ein Klicken, gefolgt von einem leisen surren als die vertäfelte Wand zur Seite glitt und einen Gang dahinter frei gab. Ein älterer Mann mit gepflegtem, grau-schwarzen Bart und weißen Schläfen betrat den Raum. Ein rot-schwarzer Anzug mit weißem Hüftcape verfeinerte und komplettierte das Gewand. Der Mann betrat den Raum und passte mit einer kurzen Geste ein paar Parameter in der Maschine an. Ihre Augen folgten seiner Hand und blieben auf der Maschine hängen. Neben den Daten auf der Tafel bediente eine Apparatur mehrere spritzenähnliche Applikatoren, deren verschiedenfarbige Flüssigkeiten in einer gemeinsamen Leitung als bunter Cocktail durch einen Schlauch in den Arm von Ihr gepumpt wurden. Die Änderungen führten zu einer leichten Varianz in der Farbe des Cocktails, welcher sich unaufhaltsam durch den Schlauch drückte.

„Gut! Du bist wach.“ Die sonore, tiefe Stimme klang autoritär, väterlich aber dennoch warm und voller Fürsorge, sodass sie kein Unbehagen verspührte. Der Mann hatte sich inzwischen an das Fußende des Bettes gestellt und betrachtete sie eingehend.

„Wo bin ich?“ Die Worte klangen krächzend, rau und nicht wie ihre Stimme, zumindest keine modulierte. Sie räusperte sich und wurde mit einem kratzenden Brennen belohnt. Sie griff sich an die Kehle und versuchte durch leichte, kreisende Bewegungen den Schmerz lindernd heraus zu massieren. „... wer bin ich?“ Die Frage entfuhr ihr nur langsam und drängte sich auf, ohne dass sie sich bisher Gedanken darüber gemacht hatte. Der Mann zog langsam die Mundwinkel nach oben und eine leichte Verzückung untermalte seine folgenden Worte: „Wahrscheinlich hattest Du etwas... ‚Anderes‘ erwartet oder jemand ‚Anderen‘?!?“ Nach einem kurzen Moment nickte sie langsam. „Das habe ich erwartet!“ fuhr der Mann fort. „Nun, Du bist nicht mehr auf der Erde, sofern Du überhaupt jemals dort warst. Wir haben deinen Cube isoliert, als Du in der letzten Schlacht ausgeschaltet wurdest. Dein Upload wurde verhindert und Dein Cube geborgen. Du bist jetzt wieder Zuhause, in Deinem richtigen, rechtmäßigen zu Hause. Naja! Fast!“

„WO BIN ICH?“ Ihre Stimme erhob sich auf das lautestmögliche Maß, dass sie ohne großen Schmerz ertragen konnte. „WER BIN ICH?“

Der Mann kicherte während er sich mit seiner Hand durch den Bart fuhr und wartete geduldig, bis sie sich beruhigt hatte.

„Wo Du bist ist leicht!“ entgegnete er. „Du bist auf der Krankenstation der ,Immeasurable Fortune‘, einem Kreuzer der Jurisdiction of Tunguska. Das WER? Ist deutlich schwerer zu beantworten!“ „Tunguska?“ fragte sie erschrocken „Was tue ich hier? Warum habt ihr mich entführt? Ich muss zurück. Ich bin Eigentum der zentralen Verteidigungseinheit der Menschen, ich...“ „Eigentum?“ unterbrach der Mann sie immer noch entzückt. „Du bist kein Eigentum von Aleph! Aleph hat Dich vor drei Jahren entführt, und deinen Geist unter Vorspielung falscher Tatsachen zu einem Soldat für Ihren falschen Kreuzzug gemacht. Sie haben Dich gegen dein Volk aufgebracht und dich gezwungen für sie zahllose Missionen zu absolvieren. Dein Geist wurde dafür benötigt, Ihre leblosen fleischlichen Hüllen zu steuern denn eins kann dieser Riesencomputer nicht: ‚den menschlichen Geist kopieren‘. Die Steel Phalanx und ihre sogenannten ‚menschlichen‘ Superkrieger waren ein Versuch, aber letztendlich vermögen nur Menschen das zu tun, was sie tun. Kreativität, freie Gedanken, Ideen,... all das fehlt Aleph, egal wie viele Gedanken es noch assimiliert, wie viele Prozessorkerne es zu seiner Rechenleistung hinzu fügt und wie viele menschliche Verhaltensmuster ‚gescannt‘, logarithmiert und analysiert werden. Deswegen haben wir Dich befreit, wir...“ „LÜGE!“ unterbrach sie Ihn „Ihr seid Mörder und Verräter! Ihr habt die Menschheit Verraten, die Galaxie verraten, mit den Aliens Geschäfte gemacht und all das Leben wie wir es kennen und schützen wollen gefährdet.“ Tränen kullerten ihre Wangen herunter und ihre Hände hatten sich zu Fäusten geballt. Dennoch blieb der Mann ruhig und fuhr nach fort:

„Du bist ein besonderer Geist! Du bist gefeit vor dem Zerfall deiner Menschlichkeit, wenn Du die Körper wechselst und hast unzählige Kämpfe absolviert und Dich auf den verschiedensten Feldern der Kriegskunst bewiesen. Du bist zu wertvoll, um Deinen Geist in der Maschine verweilen zu lassen. Du gehörst hier hin. Das freie Volk ist Deine Familie. Fast wäre es uns nicht gelungen, dich von dem Mainframe zu lösen, Dein Cube... ein wahres Meisterwerk und unserer Technologie noch Jahre voraus hätte beinnahe dazu geführt, dass Du den finalen Tod gestorben wärst, aber: ‚ICH‘... wir haben einen Weg gefunden Den Cube zu adaptieren und Dir einen neuen Körper zu verleihen. Er mag zwar keine künstlich entworfene Kampfmaschine sein, aber Du wirst bald feststellen, dass er nahezu alle Vorzüge enthält, die ein menschlicher Körper zu bieten vermag, modernste Implantate inklusive. Damit ‚gehörst‘ Du rein rechtlich uns, denn wir haben diesen Körper bezahlt und die aufwendige Anpassung an dem Cube vorgenommen! Willkommen daheim ISABELLE!“

Sprachlos starrte Isabelle den Mann an. Was war passiert? Aleph? Entführung? Vor drei Jahren???... Die Gedanken überschlugen sich und drängten die Kopfschmerzen wieder in den Vordergrund.

„Keine Angst!“ Fuhr er fort. „Wir sind sehr ‚gnädige‘ Eigentümer. Du wirst in Deinen alten Rang zurückbefördert, Lieutenant! Und Du wirst über Alles informiert, was in den letzten drei Jahren passiert ist. Wir sind sehr daran interessiert, was in Alephs Kopf, aehh Schaltkreisen so passiert und wie es denkt. Und wir befinden uns weiterhin im Krieg, also Alles beim Alten!“ sagte er mit einem Schmunzeln.

„Isabelle?!?“ bei dem Namen schossen ihr endlose Gedanken durch den Kopf und sorgten für erneutes Brummen des Schädels. ‚Ja, sie war Isabelle, oder doch nicht? Ihr letzter Name war Isa-2-Bel-PH46 und sie war Post-Human,... oder doch nicht...?‘ langsam dämmerte es Isabelle, dass all das nicht das war, was es schien.

„Ich sehe, Deine Erinnerungen kommen wieder.“ Sprach der Mann. „Gut! Ruh Dich aus. Du wirst bald schon Gelegenheit haben, Deinen Dienst wieder aufzunehmen. Bis dahin steht Dir hier alles zur Verfügung, was Du benötigst.“ Er machte auf dem Absatz kehrt und wandte sich der Tür zu, nur um kurz vor ihr noch einmal kurz inne zu halten.

„Eine Sache noch: wir konnten Dir einen neuen Körper schenken, aber es war uns leider nicht möglich, Deinen Geist in einen kompatiblen Cube herunter zu laden. Solange wir dieses Problem nicht gelöst haben wirst Du diesen Körper nicht verlassen können, gib also acht oder der finale Tod kommt schneller, als es Dir und uns Allen lieb ist.“ Mit diesen Worten schritt er durch die Tür und verschand.

Isabelle stand auf und tappste mit wackeligen Beinen durch den Raum. Das Paneel an der Wand änderte seine Darstellung und zeigte die langsam vorbei gleitenden Sterne des Weltraums. Erst jetzt bemerkte Isabelle das leichte Rumpeln, welches unterschwellig zu spüren war. Sie waren irgendwohin unterwegs. In der glatten Oberfläche spiegelte sich Ihre Silhouette und deutete Ihr Gesicht an. „Computer: Spiegeloberfläche!“ Das Bild verschwand und wandelte sich zu einem Ebenbild Ihrer selbst. Der Athletische Körper war etwas kleiner als die Körper, welche Sie in den letzten 3 Jahren ‚bewohnt‘ hatte. Lange, schwarze Haare flankierten Ihr schlankes, spitzes Gesicht. Kein einziges Merkmal Ihres Gesichts kam ihr bekannt vor. Alles kam Ihr fremd vor, Ihre Sicht, Ihr Geruchs- und Geschmackssinn, die Art und Weise wie sich alles anfühlte,... einfach Alles. Langsam berührte Sie Ihre Gesichtshaut und streichelte vorsichtig über ihre Wange.

Auf der anderen Seite des Spiegels, in einem kleinen Raum gesellte sich der Mann zu einer weiteren Person, welche durch das Paneel des Raumes Isabelle auf der anderen Seite beobachte. Die Person war jung, viel jünger als der Mann und ihr langes, Blondes Haar war zu einem einfachen Pferdeschanz zusammen gebunden. „Was denken Sie Christopher?“ fragte die Person ohne Ihren Blick abzuwenden, als der Mann sich hinter sie stellte. „Sie braucht noch eine Weile, aber ich denke, die Gedankenadaption war erfolgreich.“ Erwiderte er. „Sie wird bald wieder die Alte sein!“

„Hoffentlich nicht.“ Die kleine Person drehte sich abrupt um und starrte den Mann wütend an. Selbst mit diesem Gesichtsausdruck sah sie wie ein Engel aus und Christopher konnte nicht anders als sich dabei ertappen, dass ein kurzer Moment der Erregung ihn durchzog.

„Wir haben viel Zeit und Geld in dieses Projekt investiert. Einen Fehlschlag wäre schwer zu rechtfertigen und könnte uns den Kopf kosten.“ Sie verstummte.

„Ich weiß das Natalia! Ich habe die letzten Wochen an nichts Anderes gedacht. Die Informationen in diesem Geist werden viel mehr wert sein als dass, was wir investiert haben. Wir werden die Informationen bekommen!“ sagte er und starrte weiter auf das Fenster, hinter dem sich Isabelle befand.

Ein paar Wochen später hatte Isabelle sich soweit gesammelt, dass Sie wieder in Ihren Dienst zurückkehren konnte. Es gab viele Gespräche zwischen Ihr und Christopher in denen es um Ihre Zeit bei Aleph und die Missionen ging, die sie dort absolviert hatte. Sie erhielt Zugang zum Informationsnetzwerk des Geheimdienstes und wurde in die strategische Planung eingebunden. Bald hatte sie sich an ihren neuen Körper gewöhnt und bat um Versetzung in den aktiven Dienst. Das einzige, was sich nicht so richtig mit Ihrem Geist verbinden wollte war ihr Gesicht, sodass sie begann, es fortwährend hinter einer Maske zu verbergen...

...währenddessen, an einem anderen Platz der Galaxie blinkte in einem schmucklosen Raum ein grünes Licht auf einer Konsole und der angeschlossene Bildschirm zeigte die Zahl ‚100%‘ und die Worte: ‚Rekonstruktion abgeschlossen‘ an. Ein hüfthoher Roboter legte einen münzgroßen Chip in den Slot des Rechners und gab eine Tastenkombination in die Konsole ein. Ein weiterer Prozess wurde gestartet und endete mit den angezeigten Worten: ‚Transfer Abgeschlossen, Cube codiert‘.

Der Roboter entnahm den Chip und setzte Ihn der leblos wirkenden Gestalt in einem dafür vorgesehenen Slot im Nacken ein. Kurze Zeit später zuckte der Körper mehrfach, bevor die person die Augen öffnete. „Wollkommen zurück Isa-2-Bel-PH46“ sagte der Roboter stumpf, bevor er ohne ein weiteres Wort den Raum verlies.

Isa-2-Bel-PH46 wartete die Kalibrierung des Körpers ab, bevor sie den Raum verlies und in die Kommandozentrale zurückkehrte. Die Asura hob nicht einmal den Kopf, als sie eintrat. „Du hast eine neue Mission Isa-2-Bel-PH46! Alle Parameter stehen in deiner Node zum Download bereit. Diese Mission duldet keinen Aufschub. Code Blau. Viel Erfolg“ Die Asura verstummte, während sie ihre Arbeit fortsetzte.

„Was ist das Ziel der Mission?“ Fragte Isa-2-Bel-PH46.

„Eine Rogue-Persönlichkeit, deren Existenz beendet werden muss! Sie wurde zuletzt auf einem Schiff des freien Volkes gesehen.“

„Wie heißt diese Persönlichkeit?“

„Isabelle!“ antwortete die Asura...
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#3
Sehr schön, vielen Dank dafür. Big Grin
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#4
Das nenne ich mal eine coole Geschichte, habe schon die alten gelesen und genossen. Bin gespannt wie es weitergeht. Danke dafür
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