Folge 69 - Komfortzone
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Folge 69 - Komfortzone

Themen: Warum spielen wir das, was wir spielen?
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Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic. - Arthur C. Clarke
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#2
Eine sehr schöne Folge, die ein interessantes Thema anspricht. Viele Punkte kann ich nachvollziehen, finde sie aber auch schwierig umzusetzen. Hier ein paar gedanken von mir:
Ich habe gestern ein Spiel gegen inen Kumpel gespielt und in seiner zweiten hatte er nur noch DR. Wurm am leben. Dementsprechend war das Spiel relativ schnell vorbei, bei mir hat alles geklappt, ich habe glaube ich nur 2-3 Würfelwürfe verkackt und gefühlt war es für mich ein perfektes Spiel. Im Nachhinein dachte ich aber auch, irgendwie war das langweilig, da es in keiner Situation zu spanenden oder kritischen Situationen gekommen ist.
Trotzdem hatten wir Spaß, der auch mit einer Menge Sarkasmus gemischt war.
Auf der anderen Seite finde ich es auch ätzend, wenn man ein Spiel drei Runden lang führt und die letzte Order des Mitspielers und der letzte Würfelwurf im Spiel macht aus einem 8-2 ein 3-6 und das gesammte Spiel kippt. Das finde ich sehr unbefriedigend.

Zum Einsatz von Einheiten mit denen man die Komfortzone verletzt habe ich auch ein paar Gedanken. Ich habe mit corregidor angefangen und habe am Anfang viel gegen einen USA Spieler gespielt und hatte große Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen. Meine Zweitarmee und erfolgreichste Armee ist Vanilla Haqqislam. Mein Herz schlägt aber trotzdem für Corregidor, die gefallen mir Fluff-Mäßig einfach besser, die Armee macht mir mehr Freud und ich spiele Oft Einheiten, die ich geil finde, die aber nivht ganz so effektiv sein müssen,aber auf Turnieren schneide ich mit denen  immer katastrophal ab. Mit Haqq sieht es deutlich besser aus, da bin ich in einer Kofortzone - viele billige Einheiten und Probleme, die ich dem Gegner direkt vor die Nase setzen kann.

Ich glaube aber, dass auf Turnieren, vor allem auf größeren kaum einer seine Komfortzone verlässt. Dieses Jahr auf der DM beispielsweise hatte ich 5 sehr nette Gegner, die aber alle sehr siegorientiert und teilweise verbissen gespielt haben und man hat gemerkt, dass hier keine Kompromisse gemacht werden und mein gefühl war, wenn man dort seine Armee nicht maximal ausnutzt hat man da keine Schnitte.


Ok viele wirre Gedanken - Fazit: Eine gute, kurzweilige Folge und man hat auch gemerkt, dass du dich für das Thema begeisterst Wink

Schöne Grüße
Pirayak


P.S.: Zum Thema Karteileichen in einer Armee - ich schaue mir ganz gerne mal wenn ich Zeit habe und irgendwo sitze in der AP alle einheiten eines Sektors und deren Fähigkeiten an, da man aufgrund von Betriebsblindheit da manchmal einfach irgendwas geiles übersieht.
[Bild: infinity%20pirayak_zps5v0mqekk.jpg]
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#3
Es ist übrigens erst Folge 69 - ich hab nachgezählt ;-)

Ein Weg aus der Komfortzone ist WYSIWYG, ein anderer "nur bemalt spielen". Beides ist in meiner sog. Meta sehr beliebt. Ansonsten stimmt das schon, da packt man bei CJC den Intruder mit Jaguar oder bei ISS die Kuangs ein, weil die sich halt bewährt haben. Einige Sektoren oder sogar Fraktionen verlangen aber auch nach einer gewissen Spielweise, bzw. man macht es sich unnötig schwer, wenn man auf deren Haupteigenschaften verzichtet. Ich versuche immer mal wieder Einheiten mit reinzunehmen, die ich lange nicht gespielt habe - bei YJ habe ich letztens tatsächlich mal mit Ninja Assault Hackerin und Scharfschützin gespielt, allein schon weil man eh meist nur die KHD Option einpackt. Ab und an wurmt es mich auch, dass man etwas bemalt hat, es aber aus o.g. Gründen kaum mitnimmt.

Eine ganz andere Heransgehensweise ist die sog. Pool-Campaign - die funktioniert aber nur, wenn man mind. 600 Punkte einer Fraktion/Sektor hat. Man macht sich aus seinem Minaturen-Pool einzelne Armeen ohne eine doppelt zu nehmen. Wichtig ist, dass der Gegner auf die gleichen Punktzahlen kommt. So kann es dann druchaus passieren, dass man gewisse Missionen halt suboptimal spielen muss - quasi ein neuer Schwierigkeitsgrad ;-)
[Bild: archonMC.jpg]
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